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Seither diente es Jagdgelagen und Regierungsempfängen.
Alljährlich, wenn im Herbst
das Röhren der Hirsche durch die Heide schallt, zog es nun Preußens
Herrscher hierher zur Jagd. Ihre Gäste: Könige, Prinzen,
Kronprinzen, Großherzöge, russische Großfürsten und Generäle,
ja sogar Zar Alexander III., schrieben ihre Namenszüge in ein Gästebuch,
das in grünen Samt gebunden war. Ab 1869 veranstaltete man
Prunkjagden. Das zuvor über Monate angefütterte Wild wurde großräumig
eingehegt. Treiber drückten es dann in immer enger werdende
Kammern, bis die Tiere letztlich, gehetzt und zu Tode verängstigt,
vor die Schiesskanzeln der Herren und Gäste gerieten. Die
Mixtour der Hausherren und Gäste, die das Jagdhaus der Hohenzollern
sah, spiegelt auf kuriose Weise über ein Jahrhundert deutsche
Geschichte wieder. Friedrich Ebert und Paul von Hindenburg lösten
den letzten Kaiser ab, ihnen folgten Hermann Göring und Benito
Mussolini, später kamen Walter Ulbricht, Willi Stoph und Erich
Honecker nebst ihren mehr oder minder befreundeten Besuchern aus Ost
und West: Leonid Breschnew, |